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Titelseite des Heftes 10/2017

Liebe Leserinnen und Leser,

drei Jahre vor Auslaufen der aktuellen GAP-Förderperiode dringen die ersten Überlegungen zur späteren Gestaltung ans Licht. Die EVP als größte Fraktion des Europäischen Parlaments äußert in einem Positionspapier die Absicht, die Reform auf 2024 verschieben zu wollen.

Das Papier spricht auch die negativen Effekte der wachsenden Preisvolatilität auf die Einkommen der Bauern an. Zwischen einer Handvoll mächtiger Zwischenhändler auf der einen Seite und Saatgut- und Düngemittel-Konzernen auf der anderen, steigen für die Landwirte die Kosten. Die EVP fordert, diese Situation müsse durch eine verbesserte Verhandlungsposition der Bauern innerhalb der Lebensmittelkette bekämpft werden. Lebensmittelverarbeiter sowie Groß- und Einzelhändler würden nicht immer ausreichend Verantwortung für die Interessen der Erzeuger übernehmen.

Grund für die Verschiebung auf 2024 ist vor allem der Brexit mit seinen unklaren finanziellen Auswirkungen. Für die Landwirtschaft bedeutet das vor allem vier Jahre Unsicherheiten in der Planung. Gerade kofinanzierte Agrarumweltprogramme erweisen sich in solchen Phasen erfahrungsgemäß als gefährdet. Es bleibt zu hoffen, dass das Ergebnis der nächsten Reform nach so langer Zeit umso besser wird. „Stark, nachhaltig und innovativ“ wie es die EVP formuliert möchten sich Landwirte sicher gerne präsentieren, wenn Ihnen die nötige Unterstützung geboten wird. Wir hoffen auf das Beste.

Ich wünsche Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre.

Dr. Marcel Gerds,
Chefredakteur

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