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Titelseite des Heftes 03/2017

Liebe Leserinnen und Leser,

die Beiträge dieser Ausgabe widmen sich Themen, die auf dem vergangenen, alljährlich stattfindenden Bodenforum im Rahmen der Internationen Grünen Woche angeschnitten wurden. So wurde von Andreas Tietz vom Thünen-Institut und auch von einigen Redebeiträgen aus dem Auditorium die Frage aufgeworfen, ob die aktuellen Bedingungen in der deutschen Landwirtschaft vergleichbar sind mit der „Farm Crisis“ in den USA in den 1980er-Jahren. Bei dieser Krise verloren viele Menschen, die von der Landwirtschaft abhängig sind, ihre Lebensgrundlagen und fanden ihren Weg in den finanziellen Ruin. Ein Grund für die damalige Krise war die massive Verschuldung der Landwirte, insbesondere durch die Notwendigkeit, bei den steigenden Bodenpreisen mitzuhalten. 1984 war die Verschuldung der Landwirtschaftsbetriebe doppelt so hoch wie 1978 und sogar 15-mal höher als 1950. Gleichzeitig waren die Preise für Agrarerzeugnisse schlecht. Diese Gemengelage können wir heute auch bei uns beobachten. In den USA wurden damals viele ländliche Ortschaften zu Geisterstädten und die Erfahrungen sind bei vielen Betroffenen mit schmerzhaften Erinnerungen verbunden.

Es bleibt zu hoffen, dass sich ähnliche Entwicklungen in Deutschland nicht wiederholen.

Ich wünsche Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre.

Dr. Marcel Gerds,
Chefredakteur

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