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Titelseite des Heftes 02/2017

Liebe Leserinnen und Leser,

kurz vor Redaktionsschluss der vorliegenden Ausgabe der BzAR gingen in Berlin die beiden sich inhaltlich diametral gegenüberstehenden Demonstrationen zu Ende. Über 10.000 Menschen demonstrierten für eine sogenannte „Agrarwende“, während 700 Landwirte zu einer Gegendemonstration zusammenkamen. Anfeindungen gegenüber Landwirten sind inzwischen die Regel geworden. Auch die großen Medien sind auf diesen Zug aufgesprungen. Warum auch nicht? Über eine im Vergleich zur Gesamtbevölkerung relativ kleine Randgruppe lässt sich leicht hetzen. Besonders dann wenn der landwirtschaftsferne Teil der Bevölkerung a) ständig größer wird und b) über keinerlei Fachkenntnis verfügt. Über letztere verfügen auch nicht die gewerbsmäßigen Spendeneintreiber von NABU und Co. sowie ihr politischer Arm in Form der grünen Partei. Deutlich sieht man es wieder an den Plakaten, die Szenarien von vor 50 Jahren und länger zum Idealbild erklären. Die moderne Landwirtschaft führt Abwehrkämpfe gegen die ewig Gestrigen. Dies ist nicht zuletzt Ausdruck einer um sich greifenden Dekadenz in der Wohlstandsgesellschaft. Beim großstädtischen Latte-Macchiato-Schlürfen lässt es sich leicht über die Landwirtschaft hetzen, deren reale Bedingungen man sicher nicht mal erahnen kann. Umso mehr ist der Gegendemonstration Anerkennung zu zollen, wenngleich das Bollwerk der Idiotie und des Rückschritts hierdurch bedauerlicherweise keine Risse bekommen wird.

Dr. Marcel Gerds,
Chefredakteur

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